Brettstapel: Wieso «Dübelholz»?

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Brettstapel: Wieso «Dübelholz»?2019-01-28T11:12:17+00:00

Brettstapel

Das «Dübelholz»! Hier haben wir es mit einer denkbar einfachen Konstruktionsart zu tun: Im Wesentlichen sind Brettstapel-Elemente nichts anderes als nebeneinander gestellte Massivholz-Bretter von Nadelbäumen (i.d.R. Fichte), die unter hohem Pressdruck miteinander verleimt werden. Für die Verbindung verwendet man zum Beispiel Hartholz-Dübel (u.a. Buche) – daher der Name «Dübelholz».

Wieso Nadelholz für Brettstapel?

Die Wälder in der Schweiz bestehen zu etwa 68% aus Nadelbäumen. Fichte und Tanne allein machen knapp die Hälfte des gesamten Baumbestandes aus. Da liegt es auf der Hand: Das grosse Angebot senkt auch den Preis. Zudem verwendet man für die Produktion – wie bei Brettsperrholz (BSP/X-Lam) – in der Regel nicht erstklassiges Holz. Dieses Holz verfügt über beste statische Werte, ästhetische Ansprüche gibt es keine. Das ist auch nicht nötig. Denn Äste und dergleichen haben wenig Einfluss auf die Eigenschaften bzw. Funktionsfähigkeit von auf diese Art konstruierten Elementen.

Quelle:
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wald/publikationen-studien/publikationen/jahrbuch-wald-und-holz-2016.html

Vorteile von Brettstapelholz

Diese Technik existiert seit den 1970er-Jahren, erfunden hat sie der deutsche Ingenieur Julius Natterer. Das Konstruktionsprinzip hat ein paar Vorteile, insbesondere in Bezug auf die Kosten. Es lässt sich relativ einfach herstellen, die Produktion ist gut planbar. Zudem erlaubt der hohe Vorfertigungsgrad – ähnlich wie bei den Brettsperrholz-Platten – eine kurze Montagezeit.

Auch die Eigenschaften des ökologischen Baustoffs überzeugen:

  • hervorragender Schallschutz bei Verwendung der richtigen Aufbauten
  • hoher Brandwiderstand
  • gute Isolations- und Dämmwerte (mit den richtigen Aufbauten)
  • Temperaturausgleich Sommer/Winter (Isolation/Wärmespeicher)

Güteklassen beim «Dübelholz»

Auch wenn die Produktion standardisiert und rationalisiert ist: Die Ansprüche an das Endprodukt sind je nach Verwendungszweck ganz unterschiedlich. Denn aus den Elementen entstehen Decken, Wände und Dächer. Zwischen dem unbehandelten, rohen Brettstapel für eine Industriehalle und der sichtbaren, stilvollen Decke eines Einfamilienhauses ist so ziemlich alles möglich.

Siehe auch:
Vorfabrikation
Brettsperrholz (BSP/X-Lam)

Brettstapel: Die einzelnen Lamellen sind in der Regel 40 bis 45 mm dick | Krattiger Holzbau AG Amriswil

Brettstapel-Lamellen:
ca. 40 – 45 mm dick | Krattiger Holzbau AG Amriswil

Quelle:
http://www.brettstapel.org/Brettstapel/What_is_it.html

«Wohnen im Alter» Siegershausen: Decke als Brettstapel-Konstruktion | Krattiger Holzbau AG Amriswil

«Wohnen im Alter» Siegershausen:
Decke als Brettstapel-Konstruktion | Krattiger Holzbau AG Amriswil